5 wichtigsten Regeln friedlicher Kommunikation

Die Bedeutung jeder Kommunikation liegt im Ergebnis! 

1.  Appelle wie "Räum Dein Zimmer auf!" werden oft als Befehle verstanden und führen häufig zu Widerständen. Besser sind ICH-DU-WIR-Botschaften. "Es ärgert MICH, dass es in DEINEM Zimmer so unordentlich ist. Trotzdem verstehen WIR uns gut." Und vermeide so gut es geht das Wörtchen "man", "man erwartet das von Dir" oder "man macht das so." Übernimm die Verantwortung für das was Du sagst.

Verwende ICH-Botschaften und teile Deinem Kind mit, wie bestimmte Dinge die es tut oder unterlässt, auf Dich wirken

2.  Sage spezifisch und klar was DU WILLST "Ich erwarte von Dir, dass Du Dein Zimmer aufräumst" und  nicht, was Du nicht willst, "Ich möchte so eine Unordnung hier nicht mehr sehen." Hier gilt: Weniger ist mehr. Die Mitteilung sollte mit Dir und Deiner Körpersprache stimmig sein, sodass Du innere Souveränität ausstrahlst, mit sachlichem, bestimmten und ruhigem Blick. Das Kind muss spüren:  Dieser Mensch meint was er sagt!

Neuropsychologisch gehirngerecht! Mach es Dir und Deinem Kind einfacher, indem Du klare Aussagen darüber machst was erwünscht ist - nicht was unerwünscht ist

3. Ausreden lassen.  Es klingt wie eine alte Höflichkeitsfloskel, ist aber viiiel mehr. Es ist die Grundvoraussetzung den Anderen zu verstehen und vermittelt Deinem Gegenüber positive Wertschätzung. Höre aufmerksam hin, halte Blickkontakt und falle nicht ins Wort - gilt im übrigen für jeden mit dem Du sprichst 😉

Klingt banal ist aber die Basis für effektive Kommunikation: Ausreden lassen und genau hinhören.

4. Aktiv hinhören! Dein Kind fühlt sich extrem verstanden, wenn Du die Aussage  mit eigenen Worten wiederholst, so wie Du sie verstanden hast. Diese Methode wird auch als "Spiegeln" bezeichnet und gibt Deinem Gegenüber ein intensives Gefühl von sich-Verstanden-fühlen.  Es fördert sogar das Selbstverständnis Deines Kindes. Selbst wenn das "Gespiegelte" manchmal nicht ganz dem entspricht was gemeint war, signalisiert es doch immer: "mir wurde zugehört!" oder "mein Gegenüber meint es gut mit mir!" und Dein Kind hat die Möglichkeit seine Botschaft richtig zu stellen.

Aktives Hinhören oder Spiegeln hilft Deinem Kind dabei sich selbst besser zu erfahren und vermeidet Missverständnisse

5. Wenn Du Kritik äußerst spreche bitte immer das zu ändernde Verhalten an und niemals die Persönlichkeit. Dies kann zu negativen Glaubenssätzen des Kindes über sich selbst führen und verstärkt das unerwünschte Verhalten, im Sinne einer sich selbst erfüllenden Aussage. Bitte vermeide: "Du bist so unordentlich". Niemand ist im ganzen Wesen dies oder jenes, sondern verhält sich in bestimmten Situationen oder Phasen so.  Du könntest stattdessen sagen: "Mir gefällt es nicht, dass dein Zimmer so unordentlich aussieht, darf ich dir beim Ordnung machen helfen oder kannst Du das schon allein?". Damit implizierst Du was Du willst, nämlich, dass Dein Kind sein Zimmer aufräumt und gibst Wahlmöglichkeiten ob es Hilfe benötigt oder nicht - damit bekommt dein Kind das Gefühl von Selbstbestimmung.

Nicht die Person kritisieren sondern das Verhalten in bestimmten Situationen benennen und gemeinsam Alternativverhalten finden und üben

Um diese Kommunikations-Regeln zu befolgen ist oft viel Selbstbeobachtung notwendig. Leider sagen wir nur zu oft ganz automatisiert Dinge und wundern uns wenn wir nicht das Gewünschte Ergebnis erhalten.

Bleib wachsam und fange an, wenn Du es nicht schon tust, gehirngerecht zu kommunizieren!

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