6 Tipps, um in der Trotzphase Deines Kindes cool zu bleiben

Hinter der sogenannte Trotzphase verbirgt sich das Streben nach Autonomie. Das Kind kann und möchte zunehmend mehr selbst tun. 

1. Mehr Zeit für Abläufe einplanen. Dein Kind möchte jetzt vieles selbst tun und strebt nach Autonomie. Ermögliche es Deinem Kind Dinge selbst zu tun und zu entscheiden. Zum Beispiel: lass Deinen Sprössling aus 2 verschiedenen Kleidungsstücken wählen „welches davon möchtest Du heute anziehen?“ oder biete Deinem Kind an Kleidungsstücke selbst anzuziehen. Bleib dabei und leiste bei Bedarf Unterstützung. Du kannst auch einen kleinen Krug Wasser aufstellen damit Dein Kind sich einfach selbst einschenken kann. So erlebt es  Selbstwirksamkeit und durch die vielen kleinen Erfolge wird die Entwicklung von Selbstvertrauen gefördert.

Unterstütze Dein Kind dabei Dinge selbst zu tun ohne es dabei zu überfordern

2. Beziehe Dein Kind in die Tagesabläufe ein.Teile Deinem Kind mit was am nächsten Tag ansteht und wiederhole morgens erneut was heute alles auf dem Programm steht. Zum Beispiel „wir gehen jetzt in den Supermarkt  und kaufen nur für das Abendessen ein. Wir kaufen keine Kekse aber wenn du magst darfst du dir gerne einen Joghurt aussuchen.“  So kannst Du den berühmten Tobsuchtsanfall im Supermarkt vermeiden;)

Für Klarheit und Transparenz sorgen und mitteilen was als nächstes passiert.

3.  Wenn etwas nicht geht und die Antwort mal wieder „Nein“ auf die Bitte oder einen Wunsch deines Kindes lauten muss,  biete 2 realistische Alternativen an. Lasse Dein Kind selbst wählen! Nicht zu viele Möglichkeiten anbieten, da sonst Überforderung droht. WICHTIG: Egal was dein Kind aus den beiden Alternativen wählt, Du solltest es ermöglichen.

Gib Möglichkeiten vor und lasse Dein Kind entscheiden, so umgehst Du Widerstand und Trotzreaktionen. Niemand lässt sich gerne Befehle erteilen.

4. Haltung zeigen! „Wut ist in Ordnung mich treten und schlagen, nicht.“ Übe gemeinsam mit deinem Kind wie angemessen mit Wut oder anderen Gefühlen umgegangen werden kann zum Beispiel Fäuste ballen und mit dem Fuß auf den Boden stampfen. Da kann schon mal die Wut schneller verfliegen als sie gekommen ist.

Du bist Vorbild! Zeige und übe gemeinsam mit Deinem Kind wie Gefühle angemessen zum Ausdruck gebracht werden können.

5. Bedürfnisse wahrnehmen und erkennen. Dein Kind möchte im Winter eine kurze Hose anziehen, was nun wirklich gar nicht geht.  Sei neugierig, probiere zu verstehen wieso Dein Kind dass möchte.  „Wozu möchtest du das? “ Ich bin mir sicher Dein Schatz hat eine interessante Antwort parat wie zum Beispiel:  „Ich möchte heute  aussehen wie ein Fußballer.“ Lange Unterhosen drunter  und Kniestrümpfe dann steht dem Ganzen nichts mehr im Wege, vor allem keine Diskussionen.

Dein Kind hat in seiner Welt immer einen guten Grund für sein Verhalten. Frag nach „Wozu möchtest Du…..?“ und höre aufmerksam zu.

6. Bleib bewusst bei Dir und achte auf Deine Gedanken und Bewertungen! Vor allem wenn Dein Kind sich in Deinen Augen komisch benimmt und Du Dir vielleicht denkst „oh mein Gott, mein Kind ist nicht normal“ STOP! Was denkt da in Dir? Schaue und horche genau hin. Welche inneren Stimmen melden sich da? Das können Stimmen der eigenen Eltern sein und eigentlich wolltest Du doch in vielen Dingen anders sein als sie;) Frage Dich: „Ist dieser Gedanke wahr?“  Du wirst überrascht sein wie viele unserer Gedanken nicht zieldienlich sind und ausgemistet gehören. (–> automatische Gedanken und Glaubenssätze erkennen und optimieren)

Achte auf Deine Gedanken, sie werden zu Deinen Worten, Taten und schließlich zu Deiner Realität.

Bleib wachsam!

Wie schaffst Du es in herausfordernden Situationen mit Kind cool zu bleiben?

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